Pini di Roma

Das Gebiet um den Hauptbahnhof Zürich wandelt sich stark. Bereits entstanden ist die Europaallee, aber auch die andere Seite der Gleise ist im Umbruch. Dort, an der Zollstrasse, wächst neu in einem türkisenen Container auf dem Dach der kantonalen Verwaltung eine Gruppe Mittelmeerkiefern, in der Fachsprache Pinus pinea genannt. Es ist der ikonische Baum Roms, doch wandert er, wie die gesamte südliche Vegetation, stetig nach Norden. Pini di Roma heisst denn auch dieses Kunst-und-Bau-Werk, das Christina Hemauer und Roman Keller im Auftrag des Kantons Zürich geschaffen haben. Das Kunstduo beschäftigt sich seit zwanzig Jahren mit umweltwissenschaftlichen Themen aus einer kulturellen Perspektive und findet immer wieder wirksame Bilder, um den Wandel zu veranschaulichen und anzugehen. So ist Pini di Roma auch ein «Klimawandel-Experiment». Die Bäume sind in das Messnetz TreeNet, ein gemeinsames Projekt der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, der ETH Zürich und des Instituts für Angewandte Pflanzenbiologie, eingebunden und leistet damit einen Beitrag zur Erforschung der Stadtökologie.

Text Kunstbulletin

2025, ongoing

Kunst- und Bauprojekt, Zollstrasse Zürich
Wettbewerb 2023, Ausführung 2025/2026
Architektur: Meier Hug

Sammlungen

: Kunstsammlung Kanton Zürich