Die Unfreiheit der Elektronen

Performance, Foto: Jason Klimatsas

Installationsansicht

Elektrizität ist ein Vorgang, der in seinen physikalischen und chemischen Prozessen beschrieben werden kann, und dennoch sind diese Beschreibungen Modelle von etwas Unbeschreibbarem. Dass dieses Unbeschreibbare sinnliche, auditive, haptische und visuelle Phänomene hervorruft, war und ist ein zentraler Gegenstand der Beschäftigung mit Elektrizität seit ihrer frühesten Entdeckung.

Dieses Unbeschreibbare als visuelles Phänomen umzusetzen, versuchen Christina Hemauer und Roman Keller in ihrer Installation «Die Unfreiheit der Elektronen» gleich zu Beginn der Ausstellung. Sie beziehen sich dabei auf ein vom spanischen Arzt und Erfinder Don Francisco Salvà Campillo 1795 entwickeltes Konzept eines Telegrafen, der aus von Menschen gehaltenen Kabelpaaren besteht. Durch Stromstösse animiert, rufen die Probanden jeweils Buchstaben laut aus, die sich mit der Zeit zu Wörtern und Sätzen verbinden. Auf einem Bildschirm wird das mit 29 Freiwilligen an der Vernissage durchgespielte Experiment festgehalten.

Suzanne Kappeler, Elektrisierende Kunst, NZZ 25.10.2011, S. 23

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Performance, Installation mit Video und Ton, 20 Min.

Unter Strom. Kunst und Elektrizität
8. 10. – 18. 12.2011

Shedhalle Zürich

Ausstellungsorte

2011: Shedhalle Zürich

Publikationen

2014: Eindeutigkeiten sprengen – Kuratorische Praxis Shedhalle Zürich 2009−2012