Auch die Kunst lebt von der Hoffnung

«Shantytown» – Barackendorf als Protest

Über das vergangene Wochenende haben Jugendliche, die sich als Vertreter der Zürcher «Subkultur» sehen, in einem selbst erstellten Barackendorf am Sihlufer gewohnt, Konzerte veranstaltet und Partys gefeiert. Die «Shantytown» genannte Anlage umfasste auf 100 Metern Länge rund 15 Baracken und Unterstände, darunter einen Aussichtsturm und eine Konzertbühne.

An einer Medienorientierung, an der nicht gefilmt und fotografiert werden durfte, legten die «Shantytown»-Erbauer am Samstag ihre Motivation und ihre Ziele dar. Die anonym auftretenden Barackendorf-Mediensprecher erklärten, sie stammten aus verschiedenen Gruppen der Zürcher Hausbesetzer-Szene, aus dem Umfeld illegaler Barbetriebe und der «Untergrundkultur». Es sei eine Protestaktion gegen die Verdrängung der Subkultur aus dem öffentlichen Raum. […]

NZZ 02.08.2005, S. 45

mehr

Aktion mit Linoldruck auf verschiedene Materialien.

Shantytown – Hüttendorf am Sihlufer Zürich
29. – 31.7.2005